Mexiko 27. Mai - 13. Juni 2008
Nachdem wir uns am 22. Mai standesamtlich und am 24. Mai kirchlich das
Ja-Wort gegeben haben, sind wir am 27. Mai in unsere Flitterwochen nach Mexiko
gestartet. Dieses Ziel
hat Kerstin schon 2001 im Flugzeug in die Dominikanische Republik
festgelegt. Damals war im Flugbegleitheft ein Artikel zu Mexiko
und Kerstin hat sofort gesagt: "Dort geht mal unsere Hochzeitsreise
hin!"
Nach den guten Erfahrungen in Venezuela, nahmen wir auch diesmal an einer Rundreise teil und anschließend haben wir eine Woche Badeurlaub gemacht. Unsere Rundereise hieß "Höhepunkte Mexikos" und sollte uns von Cancun bis nach Mexiko Stadt führen.
Nach den guten Erfahrungen in Venezuela, nahmen wir auch diesmal an einer Rundreise teil und anschließend haben wir eine Woche Badeurlaub gemacht. Unsere Rundereise hieß "Höhepunkte Mexikos" und sollte uns von Cancun bis nach Mexiko Stadt führen.

Tag 1
nach oben

Der erste Tag war nur zur Anreise gedacht. Morgens um 4 Uhr fuhren wir
mit dem Zug von Bautzen nach Frankfurt/Main, wo 15 Uhr unser Flieger nach
Mexiko startete. Nach einem reibunglosen Flug und ebenso reibungslosen
Transfer vom Flughafen nach Valladolid in unser Hotel, gab es gegen
22 Uhr Ortszeit (5 Uhr MEZ) noch ein kleines Abendessen, bevor wir 23 Uhr
völlig erschöpft ins Bett fielen. Das war ja auch kein Wunder
schließlig waren wir seid 27 Stunden unterwegs.
Tag 2
nach oben

Der zweite Tag führte uns als erstes nach Chichén Itzá.
Die ist die Ruinenstätte einer alten Tempelstadt
mit etwa einem Kilometer Durchmesser. Die Stadt wurde um 400 n.Chr. um
zwei große Cenoten errichtet, die die Wasserversorgung sicher stellten.
Cenoten sind schachtartige Kalksteinlöcher, welche nach dem Einsturz
einer Höhle entstehen und sich anschließend mit Süßwasser
füllen. In der Stadt, welche Hauptstadt eines Maya-Reiches war, wohnten
nur die Priester und Regierungsfunktionäre. Die Bauern siedelten
in der Umgebung in Stroh- und Lehmhütten an.
Annähernd 800 Jahre erlebte Chichén Itzá eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte und wurde wahrscheinlich auch nicht, wie die meisten Zentren im südlichen Tiefland, im 9 Jhd. aufgegeben. Ein fremdes Volk, die sich selbst Itzá nannten, nahmen unter dem Herscher Quetzalcóatl (in Maya: Kukulcán) die Stadt in ihren Besitz.
Erst um 1250 n.Chr. wurde Chichén Itzá von seinen Einwohnern weitgehend verlassen und die dichte Vegetation Yucatans ergriff Besitz von der Stadt. Erst nachdem das überwucherte Areal 1841/42 von John L.Stephens und Frederick Catherwood erforscht wurde, erwarb 1885 der US-amerikanische Konsul von Mérida, Edward Thompson, das Gelände und begann selbst mit Ausgrabungen. Bis heute ist etwa ein Viertel freigelegt und öffentlich zugänglich.
Im Zentrum von Chichén Itzá befindet sich El Castillo - das Schloß - eine große Stufenpyramide. Die Pyramide wurde für Quetzalcóatl (Kukulcán) erbaut. Im Inneren des Gebäudes befindet sich ein überbauter Tempel mit der Opferfigur des Chac Mool und einem Jaguartron. Chac Mool ist eine auf dem Rücken liegende Skulptur menschlicher Gestalt, die am Bauch eine Schale oder eine Vertiefung hat. Es gibt Annahmen, daß diese Vertiefung zur Durchführung von Menschenopfern diente. Diese Skulptur ist auch im Kriegertempel zu sehen, den wir später gesehen haben.
Interessant an der Pyramide ist auch, mit welchem Wissen über den Kalender die Mayas die Pyramide erbaut haben. So hat diese auf jeder Seite 91 Stufen zum Tempel hinauf. Addiert man zu diesen 364 Stufen die eine Stufe vor dem Tempel dazu, erhält man 365 Stufen, welches der Anzahl der Tage im Jahr entspricht. An den Seiten wurden 52 Platten angebracht, welche dem 52-Jahre-Zyklus des Maya-Kalenders entspechen. Desweiteren ist jedes Jahr zum astromischen Frühjahrs- (21.März) bzw. Herbstanfang (23.September) das "Schauspiel der gefiederten Schlange" zu sehen. Dabei fällt der Schatten der gestuften Pyramidenkanten so auf die Begrenzung der Treppe, daß der Eindruck entsteht, als würde sich dort eine Schlange herunterwinden. Das Treppenende wurde auch entsprechend mit einem steinernen Schlangenkopf verziert.
Eine weitere interessante Sache ist: Wenn man vor der Pyramide steht und kräftig in die Hände klatscht, erhält man ein Echo, welches dem Laut eines Vogels stark ähnelt.
Annähernd 800 Jahre erlebte Chichén Itzá eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte und wurde wahrscheinlich auch nicht, wie die meisten Zentren im südlichen Tiefland, im 9 Jhd. aufgegeben. Ein fremdes Volk, die sich selbst Itzá nannten, nahmen unter dem Herscher Quetzalcóatl (in Maya: Kukulcán) die Stadt in ihren Besitz.
Erst um 1250 n.Chr. wurde Chichén Itzá von seinen Einwohnern weitgehend verlassen und die dichte Vegetation Yucatans ergriff Besitz von der Stadt. Erst nachdem das überwucherte Areal 1841/42 von John L.Stephens und Frederick Catherwood erforscht wurde, erwarb 1885 der US-amerikanische Konsul von Mérida, Edward Thompson, das Gelände und begann selbst mit Ausgrabungen. Bis heute ist etwa ein Viertel freigelegt und öffentlich zugänglich.
Im Zentrum von Chichén Itzá befindet sich El Castillo - das Schloß - eine große Stufenpyramide. Die Pyramide wurde für Quetzalcóatl (Kukulcán) erbaut. Im Inneren des Gebäudes befindet sich ein überbauter Tempel mit der Opferfigur des Chac Mool und einem Jaguartron. Chac Mool ist eine auf dem Rücken liegende Skulptur menschlicher Gestalt, die am Bauch eine Schale oder eine Vertiefung hat. Es gibt Annahmen, daß diese Vertiefung zur Durchführung von Menschenopfern diente. Diese Skulptur ist auch im Kriegertempel zu sehen, den wir später gesehen haben.
Interessant an der Pyramide ist auch, mit welchem Wissen über den Kalender die Mayas die Pyramide erbaut haben. So hat diese auf jeder Seite 91 Stufen zum Tempel hinauf. Addiert man zu diesen 364 Stufen die eine Stufe vor dem Tempel dazu, erhält man 365 Stufen, welches der Anzahl der Tage im Jahr entspricht. An den Seiten wurden 52 Platten angebracht, welche dem 52-Jahre-Zyklus des Maya-Kalenders entspechen. Desweiteren ist jedes Jahr zum astromischen Frühjahrs- (21.März) bzw. Herbstanfang (23.September) das "Schauspiel der gefiederten Schlange" zu sehen. Dabei fällt der Schatten der gestuften Pyramidenkanten so auf die Begrenzung der Treppe, daß der Eindruck entsteht, als würde sich dort eine Schlange herunterwinden. Das Treppenende wurde auch entsprechend mit einem steinernen Schlangenkopf verziert.
Eine weitere interessante Sache ist: Wenn man vor der Pyramide steht und kräftig in die Hände klatscht, erhält man ein Echo, welches dem Laut eines Vogels stark ähnelt.

Die Pyramide von Chichén Itzá
an den Teppen ist das " Schauspiel der
gefiederten Schlange" zu sehen
an den Teppen ist das " Schauspiel der
gefiederten Schlange" zu sehen

Die Pyramide von Chichén Itzá
auf dem Platz sind zum Frühjahr-⁄
Herbstbeginn tausende Menschen.
auf dem Platz sind zum Frühjahr-⁄
Herbstbeginn tausende Menschen.

Eine Hälfte der Pyramide ist bereits restauriert,
die andere Hälfte noch nicht.
die andere Hälfte noch nicht.
Der Ballspielplatz – Juego de Pelota – ist der Größte und Bedeutenste
im Reich der Maya. Er ist 168 x 28 m groß und wird
von acht Meter hohen Mauern flankiert. An den Mauern ist in 6,50m
Höhe an jeder Seite ein Ring befestigt, der mit Schlangen verziert ist.
Im Spiel muß der Ball ohne Hilfe von Beinen und Händen (also mit Schultern, Brust,
Hüfte) durch diesen Ring gespielt werden. Vermutlich wurde der
Mannschaftskapitän der Siegermannschaft im Anschluß an das Spiel
geopfert.
Eine besondere Akustik gab es auch auf diesem Spielplatz. Wenn man hier in die Hände klatscht erhält man ein siebenfaches Echo wieder. Die Mauern des Spielplatzes wurden extra aus sieben verschiedenen Kalk- und Sandsteinen gebaut, um dies zu ermöglichen.
Die Cenote Sagrada (zu deutsch: der heilige Brunnen) gibt Chichén Itzá seinen Namen. So setzt er sich aus chi (Mund), chén (Brunnen oder Teich) und itzá (Eigenbezeichnung des Volkes) zusammen. Auf dem Stadtgebiet gab es zwei Cenoten, wobei eine davon ein heiliger Opferplatz gewesen ist. Auf dem Grund fand man große Mengen von Gegenständen, wie Schmuckstücke, Jade, Gold oder verschiedene Keramiken. Außerdem fand man in ihr über fünfzig Skelette der Geopferten, überwiegend Männer und Kinder bis 12 Jahre.
Eine besondere Akustik gab es auch auf diesem Spielplatz. Wenn man hier in die Hände klatscht erhält man ein siebenfaches Echo wieder. Die Mauern des Spielplatzes wurden extra aus sieben verschiedenen Kalk- und Sandsteinen gebaut, um dies zu ermöglichen.
Die Cenote Sagrada (zu deutsch: der heilige Brunnen) gibt Chichén Itzá seinen Namen. So setzt er sich aus chi (Mund), chén (Brunnen oder Teich) und itzá (Eigenbezeichnung des Volkes) zusammen. Auf dem Stadtgebiet gab es zwei Cenoten, wobei eine davon ein heiliger Opferplatz gewesen ist. Auf dem Grund fand man große Mengen von Gegenständen, wie Schmuckstücke, Jade, Gold oder verschiedene Keramiken. Außerdem fand man in ihr über fünfzig Skelette der Geopferten, überwiegend Männer und Kinder bis 12 Jahre.

Der Ballspielplatz von Chichén Itzá
am Ende ist der Bereich für die Herrscher zu sehen
am Ende ist der Bereich für die Herrscher zu sehen

Tzomplanti (Náhuatl: Mauer der Totenköpfe)
errinnnert an den Brauch, die Köpfe, der den Götter
geopferten Menschen, auf Pfahlspitzen zu spießen
errinnnert an den Brauch, die Köpfe, der den Götter
geopferten Menschen, auf Pfahlspitzen zu spießen

Die Cenote Sagrada
Der Kriegertempel – Templos de los guerreros – ist ein Beispiel für die
Vermischung der Baustile von Maya und Tolteken. So entsprechen die
Schlagpfeiler, welche auf der oberen Plattform den Eingang des Tempels
markieren, toltekischem Stil. Die Rüsselnasen des Regengottes Chac, der
nichts mit Chac Mol (auf dem Rücken liegende Figur) zu tun hat, an den Tempelrändern entsprechen dem
Baustil der Maya. Die unteren Wände und einige Säulen sind mit
Maskenreliefs geschmückt. Diese stellen Krieger und Adler dar, welche
Menschenherzen zerfressen. Auf der obersten Plattform ist der Gott Chac Mol in
liegender Haltung zu sehen. Vermutlich wurden ihm dort Menschenopfer
gebracht, welchen der Bauch aufgeschlitzt und das schlagende Herz
herausgerissen wurde.
Direkt an den Kriegertempel schließt sich die Halle der 1000 Säulen an. Die Funktion dieser ist noch nicht geklärt. Möglicherweise diente sie jedoch als Versammlungsorte für religiöse Zeremonien.
Das Observatorium (Caracol - Schneckenturm) ist das eigenwilligste Bauwerk Chichén Itzás. Die beiden untersten Sufen des Gebäudes sind symmetrisch zu den anderen Gebäuden ausgerichtet. Nur die dritte Stufe, die Sternwarte selbst, ist in einem anderen Winkel ausgerichtet. Dies könnte den Ursprung darin haben, daß das Gebäude zuerst als Tempel gedacht war, bevor es dem wissenschaftlichem Zweck diente.
Der Name Caracol (Schneckenturm) kommt von der Wendeltreppe im Inneren, die in den obersten Aufbau des Gebäudes führt. In der Kuppel des Gebäudes sind schießschartenartige öffnungen in alle Himmelrichtungen vorhanden. Die Sternwarte zeugt von der großen astronomische Erfahrung der Mayas, deren Gelehrte erwiesenermaßen Mond- und Sonnenfinsternis berechnen und die Zeit der Aussat mittels zweier komplizierter Kalender genau festlegen konnten.
Direkt an den Kriegertempel schließt sich die Halle der 1000 Säulen an. Die Funktion dieser ist noch nicht geklärt. Möglicherweise diente sie jedoch als Versammlungsorte für religiöse Zeremonien.
Das Observatorium (Caracol - Schneckenturm) ist das eigenwilligste Bauwerk Chichén Itzás. Die beiden untersten Sufen des Gebäudes sind symmetrisch zu den anderen Gebäuden ausgerichtet. Nur die dritte Stufe, die Sternwarte selbst, ist in einem anderen Winkel ausgerichtet. Dies könnte den Ursprung darin haben, daß das Gebäude zuerst als Tempel gedacht war, bevor es dem wissenschaftlichem Zweck diente.
Der Name Caracol (Schneckenturm) kommt von der Wendeltreppe im Inneren, die in den obersten Aufbau des Gebäudes führt. In der Kuppel des Gebäudes sind schießschartenartige öffnungen in alle Himmelrichtungen vorhanden. Die Sternwarte zeugt von der großen astronomische Erfahrung der Mayas, deren Gelehrte erwiesenermaßen Mond- und Sonnenfinsternis berechnen und die Zeit der Aussat mittels zweier komplizierter Kalender genau festlegen konnten.

Der Kriegertempel
Templos de los guerreros
Templos de los guerreros

Skulptur des Gottes Chac Mol in der
Mitte der beiden Säulen
Mitte der beiden Säulen

Das Observatorium
Nächstes Ziel unserer Reise war die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán –
Merida. Diese wird aufgrund ihrer sauberen Straßen und weiß getünchten Häuser auch
Ciudad Blanca (Weiße Stadt) genannt. Sie wurde auf den Resten der
alten Maya-Stadt Ti´ho gebaut. Dort war unser Ziel der Zócalo, der
heute Plaza de la Independencia heißt.
Ein Zócalo ist eigentlich in jeder mexikanischen Stadt vorhanden und bezeichnet den zentralen Platz. Um den Platz herum wurde in der Regel die zentrale Kirche, der Herrschersitz, das Finanzwesen und die kommunale Verwaltung angesiedelt.
Merida ist bekannt für die Agavenpflanze Henequén, aus welcher Sisalhanf gewonnen und zur Seilherstellung genutzt wurde. Heute ist dies durch kräftigere Kunstfasern weitgehend verdrängt. östlich von Merida wird es aber immer noch angebaut und zur Herstellung von Hängematten, Schuhen, Körben, Teppichen usw. verarbeitet.
Wir haben hier den Gouverneuerspalast (Palacio de Gobierno) besucht. In diesem haben wir uns den Festsaal angesehen, welcher mit historischen Wandgemälden des lokalen Künstlers Fernando Castro Pachero zur leidvollen Geschichte der Mayas auf Yucatáns geschmückt ist.
Ein Zócalo ist eigentlich in jeder mexikanischen Stadt vorhanden und bezeichnet den zentralen Platz. Um den Platz herum wurde in der Regel die zentrale Kirche, der Herrschersitz, das Finanzwesen und die kommunale Verwaltung angesiedelt.
Merida ist bekannt für die Agavenpflanze Henequén, aus welcher Sisalhanf gewonnen und zur Seilherstellung genutzt wurde. Heute ist dies durch kräftigere Kunstfasern weitgehend verdrängt. östlich von Merida wird es aber immer noch angebaut und zur Herstellung von Hängematten, Schuhen, Körben, Teppichen usw. verarbeitet.
Wir haben hier den Gouverneuerspalast (Palacio de Gobierno) besucht. In diesem haben wir uns den Festsaal angesehen, welcher mit historischen Wandgemälden des lokalen Künstlers Fernando Castro Pachero zur leidvollen Geschichte der Mayas auf Yucatáns geschmückt ist.

Die Kirche von Merida

Der Innenhof des Gouverneurpalastes

Die Eroberer von Merida
Vater und Sohn Francisco de Mentejo
als Figuren über dem Torbogen
Vater und Sohn Francisco de Mentejo
als Figuren über dem Torbogen
Wir hatten noch etwas Zeit das Zentrum der Stadt kennen zu
lernen, wobei wir erstmal die Zeit nutzen, um Geld zu tauschen und schnell
den Eltern eine Mail zu schreiben.
Unser nächstes Ziel war das Hotel Mission Uxmal, welches wir gegen 19.30 Uhr erreichten. Vom Hotelzimmer aus konnte man schon das Ziel für unseren nächsten Tag sehen - die alte Maya-Stadt Uxmal.
Unser nächstes Ziel war das Hotel Mission Uxmal, welches wir gegen 19.30 Uhr erreichten. Vom Hotelzimmer aus konnte man schon das Ziel für unseren nächsten Tag sehen - die alte Maya-Stadt Uxmal.
Tag 3
nach oben

Am nächstem Morgen standen wir um 06.30 Uhr auf, um uns wieder vor den großen
Touristenströmen der Tagesausflügler die alte Maya-Stadt Uxmal anzusehen.
Vorneweg schonmal gesagt, war es für uns die sehenswerteste historische
Stätte Mexikos auf unserer Reise.
Uxmal (Die dreimal Erbaute) weißt schon im Namen auf die Gewohnheit der alten mesoamerikanischen Völker hin, ihre Sakralbauten zu überbauen. Forscher haben in Uxmal sieben Perioden identifizieren können, in denen hier gebaut wurde. Die Gebäude der heute bekannte Stadt wurde von den aus dem südlichen Hochland stammenden Xiú zwischen 700 und 1000 n.Chr. gebaut. In den Blütezeiten haben etwa 25.000 Menschen hier gewohnt. Wie lange die Stadt besiedelt war, ist nicht bekannt.
1841 untersuchten die Begründer der Maya-Forschung, der New Yorker Rechtsanwalt John Lloyd Stephens und der englische Zeichner Frederick Catherwood, die Stätte. Seit 1943 werden umfangreiche Restaurationen durchgeführt, die allerdings nicht ganz unumstritten sind, da sie sich bisweilen zu wenig an der originalen Bausubstanz orientieren. Auch hier in Uxmal orientieren sich, wie häufig bei archäologischen Stätten, die Gebäudenamen an der Fantasie der spanischen Conquistadoren und frühen Forscher.
Direkt hinter dem Eingang steht man vor der Pirámide del Adivino (Pyramide des Wahrsagers). Diese Pyramide besteht aus fünf Tempeln, welche über einen Zeitraum von 300 Jahren erbaut wurden. Auf dem Bild unten kann man am Fuß der Pyramide den ersten erbauten Tempel sehen. Er stammt aus dem Jahr 569. Den zweiten und dritten Tempel sieht man nicht, da sie sich im Inneren der Pyramide befinden. Der vierten Tempel ist der würfelartige Anbau rechts unter der Spitze. Der fünfte Tempel bildet die Spitze der Pyramide.
Direkt hinter der Pyramide befindet sich die Gebäudegruppe Cuadrángulo de las Monja (Viereck der Nonnen). In der Mitte befindet sich ein trapezförmiger Platz, um den vier Bauten angeordnet wurden. In den Bauten befinden sich zahlreiche kleine, zellenähnliche Räume, deren Funktion aber heute unbekannt ist. Besonders sehenswert ist hier der nördliche Bau mit seiner über 30 m breiten, repräsentativen Treppe zum Innenhof. Über den Portalen des Baus sind zahlreiche Verzierungen angebracht auf denen man doppelköpfige Schlangen, Chac-Masken und strohgedeckte Maya-Hütten erkennen kann.
Wenn man von den Stufen der Treppe über den Platz in Richtung Süden schaut, blickt man hinauf zum Palacio del Gobernador und der Gran Pyrámide, aber dazu später mehr.
Uxmal (Die dreimal Erbaute) weißt schon im Namen auf die Gewohnheit der alten mesoamerikanischen Völker hin, ihre Sakralbauten zu überbauen. Forscher haben in Uxmal sieben Perioden identifizieren können, in denen hier gebaut wurde. Die Gebäude der heute bekannte Stadt wurde von den aus dem südlichen Hochland stammenden Xiú zwischen 700 und 1000 n.Chr. gebaut. In den Blütezeiten haben etwa 25.000 Menschen hier gewohnt. Wie lange die Stadt besiedelt war, ist nicht bekannt.
1841 untersuchten die Begründer der Maya-Forschung, der New Yorker Rechtsanwalt John Lloyd Stephens und der englische Zeichner Frederick Catherwood, die Stätte. Seit 1943 werden umfangreiche Restaurationen durchgeführt, die allerdings nicht ganz unumstritten sind, da sie sich bisweilen zu wenig an der originalen Bausubstanz orientieren. Auch hier in Uxmal orientieren sich, wie häufig bei archäologischen Stätten, die Gebäudenamen an der Fantasie der spanischen Conquistadoren und frühen Forscher.
Direkt hinter dem Eingang steht man vor der Pirámide del Adivino (Pyramide des Wahrsagers). Diese Pyramide besteht aus fünf Tempeln, welche über einen Zeitraum von 300 Jahren erbaut wurden. Auf dem Bild unten kann man am Fuß der Pyramide den ersten erbauten Tempel sehen. Er stammt aus dem Jahr 569. Den zweiten und dritten Tempel sieht man nicht, da sie sich im Inneren der Pyramide befinden. Der vierten Tempel ist der würfelartige Anbau rechts unter der Spitze. Der fünfte Tempel bildet die Spitze der Pyramide.
Direkt hinter der Pyramide befindet sich die Gebäudegruppe Cuadrángulo de las Monja (Viereck der Nonnen). In der Mitte befindet sich ein trapezförmiger Platz, um den vier Bauten angeordnet wurden. In den Bauten befinden sich zahlreiche kleine, zellenähnliche Räume, deren Funktion aber heute unbekannt ist. Besonders sehenswert ist hier der nördliche Bau mit seiner über 30 m breiten, repräsentativen Treppe zum Innenhof. Über den Portalen des Baus sind zahlreiche Verzierungen angebracht auf denen man doppelköpfige Schlangen, Chac-Masken und strohgedeckte Maya-Hütten erkennen kann.
Wenn man von den Stufen der Treppe über den Platz in Richtung Süden schaut, blickt man hinauf zum Palacio del Gobernador und der Gran Pyrámide, aber dazu später mehr.

Pirámide del Adivino
unten ist der erste Tempel
der Würfel unter der Spitze der vierte Tempel
das längliche an der Spitze der fünfte Tempel
unten ist der erste Tempel
der Würfel unter der Spitze der vierte Tempel
das längliche an der Spitze der fünfte Tempel

Verzierungen an einer
Gebäudeecke
Gebäudeecke

Eine Nahrungslagerhalle

Die Nordseite vom Cuadrángulo de las Monja

Nordseite vom Cuadrángulo de las Monja

Blick hinauf zum Palacio del Gobernador und
der Gran Pyrámide
der Gran Pyrámide
Auch hier in Uxmal gibt es einen Ballspielplatz. Allerdings ist dieser
wesentlich kleiner als der in Chichén Itzá. Er ist nur 34m lang
und 10m breit. An diesem vorbei sind wir hinauf zum Palacio del Gobernador
(Palast des Gouverneurs) gegangen. Er ist fast 100m lang und 8,60 m
hoch. Besonders beeindruckend ist hier das Dekor der über 3m hohen Attika.
Gitterornamente, Mäander und große Chac-Masken mit rüsselartiger Nase bilden
einen monumentalen, ungefährt 700m² großen und aus ca. 20.000
Einzelsteinen zusammengesetzten Fries. Vor dem Palast ist ein weitläufiger
Platz, auf welchem eine doppelköpfige Jaguarplastik steht.
Auf der Rückseite des Palast des Gouverneur befindet sich die Gran Pirámide (Große Pyramide). Dies war das Hauptheiligtum von Uxmal. Allerdings wurde bisher nur die auf einen Zeremonialplatz weisende Nordseite rekonstruiert. Welche Gottheit in der Pyramide verehrt wurde, ist bis heute nicht bekannt. Bisher wurden nur Skulpturen von Papageien gefunden. Diese stehen symbolisch für Feuer und Sonne, was möglicherweise einen Hinweis geben kann.
Auf der Rückseite des Palast des Gouverneur befindet sich die Gran Pirámide (Große Pyramide). Dies war das Hauptheiligtum von Uxmal. Allerdings wurde bisher nur die auf einen Zeremonialplatz weisende Nordseite rekonstruiert. Welche Gottheit in der Pyramide verehrt wurde, ist bis heute nicht bekannt. Bisher wurden nur Skulpturen von Papageien gefunden. Diese stehen symbolisch für Feuer und Sonne, was möglicherweise einen Hinweis geben kann.

Juego de Pelota
der Ballspielplatz von Uxmal
der Ballspielplatz von Uxmal

Palacio del Gobernador
der Aufgang vom Platz mit der Jaguarfigur
gut erkennbar ist die Attika oberhalb der Treppe
der Aufgang vom Platz mit der Jaguarfigur
gut erkennbar ist die Attika oberhalb der Treppe

Die Gran Pirámide
ist nur zum Teil restauriert
ist nur zum Teil restauriert
Nächstes Ziel unserer Rundreise war Campeche, eine der bedeutensten
spanischen Festungsstädte in der Karibik. Die Stadt wurde 1540 von
Francisco de Montejo nahe der Maya-Siedlung Ah Kin Pech gegründet. Schnell
wurde sie für lange Zeit der wichtigste Hafen der Halbinsel Yucatan. Von
hier aus verschiffte man Edelhölzer, Kakao, Silber, Jade und andere
wertvolle Güter ins spanische Sevilla. Aufgrund dieses starken
Handelsaufkommens wurde die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert zum
begehrten Objekt von holländischen und englischen Piraten. Deswegen
bauten die Spanier ab 1686 in der Stadt beeindruckende
Verteidigungsanlangen. Bei der Fertigstellung 1704 waren diese etwa
2,5km lang, 3m dick, 8m hoch und mit 8 Bastionen ausgestattet.
Heute sieht man neben den Verteidigungsanlagen prachtvolle Herrenhäuser und die original erhaltenen oder rekonstruierten Baluartes (Bastionen) aus der Blütezeit von Champeche.
Wir haben einen Spaziergang durch die Straßen der Altstadt zum Placa de la Indepencia gemacht. Dort haben wir uns auch die Catedral de la Concepción angeschaut. Dies war eine der ersten Kirchen, die auf Yucatán gebaut wurde. Obwohl mit dem Bau bereits 1540 begonnen wurde, wurde sie erst 1705 vollendet.
Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant mußten wir auch schon weiter. Unser nächstes Ziel
– Palenque – war ein ganzes Stück entfernt, so dass wir unser Hotel auch erst gegen 21.30 Uhr erreichten.
Heute sieht man neben den Verteidigungsanlagen prachtvolle Herrenhäuser und die original erhaltenen oder rekonstruierten Baluartes (Bastionen) aus der Blütezeit von Champeche.
Wir haben einen Spaziergang durch die Straßen der Altstadt zum Placa de la Indepencia gemacht. Dort haben wir uns auch die Catedral de la Concepción angeschaut. Dies war eine der ersten Kirchen, die auf Yucatán gebaut wurde. Obwohl mit dem Bau bereits 1540 begonnen wurde, wurde sie erst 1705 vollendet.
Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant mußten wir auch schon weiter. Unser nächstes Ziel
– Palenque – war ein ganzes Stück entfernt, so dass wir unser Hotel auch erst gegen 21.30 Uhr erreichten.

In der Altstadt von Campeche

Catedral de la Concepción

Zwischen der Stadtmauer und dem Golf von Mexiko
Tag 4
nach oben

Auch am vierten Tag war unser oberstes Ziel, vor den restlichen
Touristenströmen an den Sehenswürdigkeiten zu sein. Dies war aufgrund der
sehr guten Reiseplaung gar kein Problem, da unser Hotel nur 5 Minuten
von Palenque lag.
Palenque, dessen historsicher Name wahrscheinlich B´aakal lautet, liegt auf 150m Höhe, umgeben von dichtem tropischen Regenwald am Übergang vom Hochland zum Tiefland Yucatans. Wir haben uns gleich wieder ein wenig an das Orinoccodelta von unserer Venezuelareise errinnert gefühlt, denn die Brüllaffen waren sehr deutlich zu hören.
Die Siedlungsgeschichte Palenques geht bis in die Präklassik (3Jhd. v.Chr. - 3.Jhd. n.Chr.) zurück, jedoch war die Blüte erst im 7.-9. Jahrhundert. Die bedeutensten Herrscher von Palenque waren Pacal (603-683) und sein Sohn Chan Bahlum II. (635-702). In dieser Zeit erhielt die Stadt auch ihr heutiges Erscheinungsbild. Auch Palenque wurde im 9. Jahrhundert aus nicht hinreichend geklärten Gründen von seinen Einwohnern verlassen.
Als erstes besichtigten wir den Templo XIII der 1994 Schlagzeilen machte, als man in ihm die unberührte Grabkammer einer Angehörigen des lokalen Herrschergeschlechts fand. Der Leichnam der etwa 40-jährigen, ca 1,70m großen Frau war mit einer Maske, Ohrpflöckchen und Perlen aus Jade geschmückt. Die Reina Roja (Rote Königin) war komplett mit Zinnober bemalt. Zinnober und Jade galten als Würdezeichen der herrschenden Elite. Heute ist der Eingang zu den Grabkammern von einem Palmendach geschützt und man kann die engen Grabkammern besichtigen. Allerdings gibt es dort nur ein paar feuchte "Kellerräume" ohne Inhalt zu sehen.
Der Templo de las Inscripciones (der Tempel der Inschriften), welcher sich neben dem Templo XIII befindet, ist das berühmteste Gebäude von Palenque. Er ist etwas 20m hoch und besitzt auf der Dachplattform einen kleinen Tempel. 1949 entdeckte der mexikanische Archäologe Alberto Ruz Lhiullier auf der Dachplattform einen Eingang, hinter dem sich ein verschütteter Gang befand. Es dauerte 3 Jahre bis der steile getreppte Tunnel freigelegt war, der in das Innnere der Stufenpyramide führte. In dieser war die unversehrte Krypta mit dem reliefverzierten, über 5t schweren Sarkophag Pacals. Die Grabkammer selbst ist 4x10m und etwa sieben Meter hoch. In ihr befanden sich außer dem Sarkophag noch die Skelette von mehreren Jugendlichen, sowie einige Tongefäße und zwei Stuckköpfe. Die Grabkammer kann momentan nicht besichtigt werden, wir haben aber im Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt einen Nachbau mit den gefundenen Schätzen gesehen. Aufgrund dieses Fundes konnte nun auch nachgewiesen werden, daß auch die Mayapyramiden neben religiösen Zwecken auch als Grabstätten dienten.
Palenque, dessen historsicher Name wahrscheinlich B´aakal lautet, liegt auf 150m Höhe, umgeben von dichtem tropischen Regenwald am Übergang vom Hochland zum Tiefland Yucatans. Wir haben uns gleich wieder ein wenig an das Orinoccodelta von unserer Venezuelareise errinnert gefühlt, denn die Brüllaffen waren sehr deutlich zu hören.
Die Siedlungsgeschichte Palenques geht bis in die Präklassik (3Jhd. v.Chr. - 3.Jhd. n.Chr.) zurück, jedoch war die Blüte erst im 7.-9. Jahrhundert. Die bedeutensten Herrscher von Palenque waren Pacal (603-683) und sein Sohn Chan Bahlum II. (635-702). In dieser Zeit erhielt die Stadt auch ihr heutiges Erscheinungsbild. Auch Palenque wurde im 9. Jahrhundert aus nicht hinreichend geklärten Gründen von seinen Einwohnern verlassen.
Als erstes besichtigten wir den Templo XIII der 1994 Schlagzeilen machte, als man in ihm die unberührte Grabkammer einer Angehörigen des lokalen Herrschergeschlechts fand. Der Leichnam der etwa 40-jährigen, ca 1,70m großen Frau war mit einer Maske, Ohrpflöckchen und Perlen aus Jade geschmückt. Die Reina Roja (Rote Königin) war komplett mit Zinnober bemalt. Zinnober und Jade galten als Würdezeichen der herrschenden Elite. Heute ist der Eingang zu den Grabkammern von einem Palmendach geschützt und man kann die engen Grabkammern besichtigen. Allerdings gibt es dort nur ein paar feuchte "Kellerräume" ohne Inhalt zu sehen.
Der Templo de las Inscripciones (der Tempel der Inschriften), welcher sich neben dem Templo XIII befindet, ist das berühmteste Gebäude von Palenque. Er ist etwas 20m hoch und besitzt auf der Dachplattform einen kleinen Tempel. 1949 entdeckte der mexikanische Archäologe Alberto Ruz Lhiullier auf der Dachplattform einen Eingang, hinter dem sich ein verschütteter Gang befand. Es dauerte 3 Jahre bis der steile getreppte Tunnel freigelegt war, der in das Innnere der Stufenpyramide führte. In dieser war die unversehrte Krypta mit dem reliefverzierten, über 5t schweren Sarkophag Pacals. Die Grabkammer selbst ist 4x10m und etwa sieben Meter hoch. In ihr befanden sich außer dem Sarkophag noch die Skelette von mehreren Jugendlichen, sowie einige Tongefäße und zwei Stuckköpfe. Die Grabkammer kann momentan nicht besichtigt werden, wir haben aber im Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt einen Nachbau mit den gefundenen Schätzen gesehen. Aufgrund dieses Fundes konnte nun auch nachgewiesen werden, daß auch die Mayapyramiden neben religiösen Zwecken auch als Grabstätten dienten.

Templo VIII

Templo de las Inscripciones

Nachgebaute Grabkammer Pacals im
Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt
Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt
In der Mitte des Zeremonialzentrums steht der Palacio auf einem mächtigen
80x100m großen Unterbau. Zwei repräsentative Treppen führen zu ihm hinauf.
Im Palacio gibt es vier Innenhöfe und einen quadratischen Turm, der wohl
zu astronomischen Zwecken oder als Wachturm gebraucht wurde. Im Palast
wurden drei bearbeitete Steintafeln gefunden, welche Szenen der Thronbesteigungen
von K´inich Janaab Pakal I., K´inich K´an Joy Chitam II.
und K´inich Ahkal Mo´ Naab III. zeigen. Auf den Steintafeln
wird dargestellt wie der neue König symbolische Gegenstände, die die Macht
verkörpern, von seinen Verwandten gereicht bekommt.

Steintafel zur Inthronisation Pacals

Ein Raum im Palacio

Einer der Innenhöfe
Als nächstes haben wir uns den Templo de la Cruz (Tempel des Kreuzes)
angesehen. Der Tempel des Kreuzes ist wohl die letzte Ruhestätte von
Chan Bahlums II. und wurde 692 fertiggestellt. Dies war auch der erste,
den wir besteigen konnten. Dies ließen wir uns natürlich nicht zweimal
sagen. Von oben hat man einen sehr guten Ausblick über Palenque
und sieht am Horizont die flache Ebene von Yucatan.

Templo de la Cruz
der Tempel des Kreuzes
der Tempel des Kreuzes

Aufstieg zum Tempel des Kreuzes

Blick über Palenque bis nach Yucatan
Den Rückweg haben wir entlang des Río Otulúm mitten durch den tropischen
Regenwald gemacht. Wobei er uns nach unseren Venezuela-Erfahrungen nicht
wirklich wild vorkam, sondern sehr aufgeräumt erschien.

Links ist der Templo del Sol
rechts der Templo de las Inscripciones
rechts der Templo de las Inscripciones

Wasserfall auf dem Rückweg
durch den tropischen Regenwald
durch den tropischen Regenwald

Ein Regenwaldbaum
Auf der Weiterfahrt nach Villahermosa haben wir auf Empfehlung unseres
Reiseleiters Arthuro am Straßenrand gehalten und Tacos probiert. Ich
glaube von allein wäre auch keiner von uns auf die Idee gekommen an dieser
Blechhütte anzuhalten. Die Tacos haben aber echt gut geschmeckt und wir
haben wenigstens mal die "richtigen" Soßen probiert und nicht
nur die entschärften Versionen in den Hotels.

Da wird das Fleisch offen auf der Straße zubereitet

Die Blechhütte an der wir Tacos probiert haben
Wie schon erwähnt, war unser nächstes Ziel Villahermosa – die Hauptstadt
vom Bundesstaat Tabasco. Die Stadt wurde 1596 von San Juán Bautista gegründet
und hat heute ca. 600.000 Einwohner.
Unser Ziel war der Parque Museo La Venta, welcher ein einzigartiges Freilichtmuseum mit angrenzendem Tierpark ist. Der Park befindet sich mitten in der Stadt und man hat trotzdem den Eindruck eines Tropenwaldes. Dort sind etwa 50 olmekische monumentale Plastiken ausgestellt, die bis zu 24 t schwer sind. Die Olmeken waren eine frühe Kultur in Mexiko, deren Ursprünge bis 1500 v.Chr. zurückreichen. Die letzten olmekischen Zentren wurden gegen 400 v.Chr. zerstört.
Unser Ziel war der Parque Museo La Venta, welcher ein einzigartiges Freilichtmuseum mit angrenzendem Tierpark ist. Der Park befindet sich mitten in der Stadt und man hat trotzdem den Eindruck eines Tropenwaldes. Dort sind etwa 50 olmekische monumentale Plastiken ausgestellt, die bis zu 24 t schwer sind. Die Olmeken waren eine frühe Kultur in Mexiko, deren Ursprünge bis 1500 v.Chr. zurückreichen. Die letzten olmekischen Zentren wurden gegen 400 v.Chr. zerstört.

Olmekenfigur

Olmekenfigur

Olmekengrab

Olmekenfigur

Olmekenfigur

Olmekenfigur
Die Nacht haben wir in Villahermosa in einem Best Western Hotel verbracht.
Dieses hatte einen Pool im Innenhof, so daß Kerstin am vierten Tag unseres
Urlaubes das erste Mal baden gehen konnte. Daniel konnte aufgrund seiner
gebrochenen Schulter nicht schwimmen und mußte bis zum Badeurlaub warten.
Tag 5
nach oben

Den fünften Tag sollten wir vor allem im Bus verbringen, da unser heutiges
Ziel die Hafenstadt Veracruz war. Auf der Fahrt dorthin machten wir einen
kurzen Stop in Catemaco an der Laguna de Catemaco. Dies ist ein
beliebter Ferienort bei den Mexikanern. Diese suchen die Dienste von
Wunderheilern oder besuchen die Virgen del Carmen, welche in der Kirche
ausgestellt ist. Dabei streifen sie zuerst mit einem Pfefferminzstrauch
die heilige Figur ab und anschließend sich selbst, um sich von allem
Bösen zu befreien.
Außerdem gibt es dort dutzende Bootsvermietungen mit denen man eine Rundfahrt auf dem 130m² großen, von tropischer Vegetation und Vulkanen eingerahmten See machen kann. Dabei kann man auch die Hauptattraktion, die Isla de los Changos (Affeninsel) besuchen. Auf ihr lebt eine Meerkatzenart, die sich von Fisch ernährt und zu Forschungszwecken dort von der Universität Veracruz ausgesetzt wurde.
Wir hatten leider nur Zeit uns die Kirche mit der Heiligen Virgen del Carmen anzuschauen.
Außerdem gibt es dort dutzende Bootsvermietungen mit denen man eine Rundfahrt auf dem 130m² großen, von tropischer Vegetation und Vulkanen eingerahmten See machen kann. Dabei kann man auch die Hauptattraktion, die Isla de los Changos (Affeninsel) besuchen. Auf ihr lebt eine Meerkatzenart, die sich von Fisch ernährt und zu Forschungszwecken dort von der Universität Veracruz ausgesetzt wurde.
Wir hatten leider nur Zeit uns die Kirche mit der Heiligen Virgen del Carmen anzuschauen.

Die Kirche von Catemaco

Bei ihnen konnte man die
Pfefferminzsträuche für die
Reinigung kaufen
Pfefferminzsträuche für die
Reinigung kaufen

Das Innere der Kirche
vorn in der Mitte ist die heilige
Virgin del Carmen ausgestellt
vorn in der Mitte ist die heilige
Virgin del Carmen ausgestellt
Einen weiteren Zwischenhalt machten wir in Tlacotalpan, der Geburtsstadt des
berühmten mexikanischen Komponisten und Dichters Agustín Lara (1900-1978).
Der Zócalo der Stadt wirkte wie aus einer anderen Zeit. Die malerischen
Häuschen, von denen er umrahmt wird, sind frisch gestrichen und mit farbigen
Balkonen verziert. Die beiden Kirchen, Parroquia de San Cristóbal und Capilla de la
Candelaria, mit ihrem babyblauen Anstrich runden diesen Eindruck ab.
Kerstin kann sich eigentlich nur noch an den rießigen, leckeren Shrimpscocktail errinnern, den es als kleinen Mittagssnack gab.
Kerstin kann sich eigentlich nur noch an den rießigen, leckeren Shrimpscocktail errinnern, den es als kleinen Mittagssnack gab.

Das Rathaus

Die Kirche Parroquia de
San Cristóbal
San Cristóbal

Die Kirche Capilla de
la Candelaria
la Candelaria

Statue zu Ehren Agustín Lara
Gegen Abend erreichten wir dann die Hafenstadt Veracruz. An der Stelle
wo heute die Stadt ist, landete am Karfreitag 1519 Hernán Cortés. Zu
seiner Überraschung wurde er von Abgesandten des Aztekenkönigs Moctezuma
II. mit Geschenken empfangen, da man ihn für den zurückgekehrten
Gott Quetzalcóatl (siehe auch Chichén Itzá) hielt. Die Stadt Veracruz
wurde erst 70 Jahre später 1589 gegründet und war für ca. 200 Jahre der
einzige Hafen von Mexiko. Heute ist Veracruz immer noch eine Hafenstadt
mit internationalem Gepräge, in der auch die Marine stationiert ist.
Nach einem ausführlichen Stadtrundgang freuten wir uns nach der langen Busfahrt auf den Abend. Wir sind mit dem Taxi in die Innenstadt gefahren, um am nächtlichen Leben um den Zócalo teilzunehmen. Schnell war dann auch eine Bar gefunden, in der wir uns die Cocktails schmecken ließen. Dazu waren 5 oder 6 Musikgruppen unterwegs die gegen Bezahlung ihr Bestes gaben. Leider war dadurch kaum ein Gespräch möglich, aber den Mexikanern in den Bars hat es scheinbar gefallen, denn sie sangen lautstark mit.
Nach einem ausführlichen Stadtrundgang freuten wir uns nach der langen Busfahrt auf den Abend. Wir sind mit dem Taxi in die Innenstadt gefahren, um am nächtlichen Leben um den Zócalo teilzunehmen. Schnell war dann auch eine Bar gefunden, in der wir uns die Cocktails schmecken ließen. Dazu waren 5 oder 6 Musikgruppen unterwegs die gegen Bezahlung ihr Bestes gaben. Leider war dadurch kaum ein Gespräch möglich, aber den Mexikanern in den Bars hat es scheinbar gefallen, denn sie sangen lautstark mit.

Das Rathaus

Eine Bar an der anderen

Kirchturm
Tag 6
nach oben


Der Blick zurück auf die Serpentinen...
Am nächten Morgen ging es dann mit dem Bus hinein in die Berge. Heute
sollten wir von Meereshöhe bis auf 3000m ü.NN fahren.
Zwischendrin machten wir einen kurzen Halt und unserer Reiseführer
Arthuro kramte seine Jacke heraus. Draußen waren es "nur"
20ºC und eine für Europäer normale
Luftfeuchtigkeit. Außerdem hatte man einen wunderschönen Blick auf die
Serpentinen, die wir gerade entlang gefahren sind.
Gegen Mittag erreichten wir in einer Höhe von 2150m Puebla, die viertgrößte
Stadt Mexikos. Die Stadt wurde 1531 als Ciudad de los Ángeles (Stadt der
Engel) gegründet. Heute ist der größte Arbeitgeber der Stadt das Volkswagenwerk,
in welchem bis 2003 der VW Käfer gebaut wurde. Derzeit werden der Jetta, der Bora
und der New Beatle hier gefertigt.
Unser erstes Ziel war wieder der Zócalo. Da Sonntag war, war sogar richtig was los. An der Südseite steht die Catedral de la Conceptión Immaculada. Baubeginn der Kathedrale war 1585, jedoch wurde sie erst 1649 geweiht, als alle ihre 14 Einzelkapellen fertiggestellt waren. Sie ist die höchste und zweitgrößte Kirche Mexikos.
Bereits 1535, also 4 Jahre nach der Stadtgründung, wurde die Iglesia de Santo Domingo fertig gestellt. Sie ist der am verschwenderischsten ausgeschmückte Sakralbau der Stadt. Wobei vor allem die Capilla del Rosario aus dem Jahre 1690 sehr schön anzuschauen ist. Diese Kapelle ist mit 23-Karat-Blattgold komplett verkleidet.
Unser erstes Ziel war wieder der Zócalo. Da Sonntag war, war sogar richtig was los. An der Südseite steht die Catedral de la Conceptión Immaculada. Baubeginn der Kathedrale war 1585, jedoch wurde sie erst 1649 geweiht, als alle ihre 14 Einzelkapellen fertiggestellt waren. Sie ist die höchste und zweitgrößte Kirche Mexikos.
Bereits 1535, also 4 Jahre nach der Stadtgründung, wurde die Iglesia de Santo Domingo fertig gestellt. Sie ist der am verschwenderischsten ausgeschmückte Sakralbau der Stadt. Wobei vor allem die Capilla del Rosario aus dem Jahre 1690 sehr schön anzuschauen ist. Diese Kapelle ist mit 23-Karat-Blattgold komplett verkleidet.

Zentraler Brunnen auf dem
Zócalo
Zócalo

Die Catedral de la Concepción Immanculada
die zweitgrößte Kirche Mexikos
die zweitgrößte Kirche Mexikos

Richtig was los auf dem Zócalo

Iglesia de Santo Domingo

Innere der Iglesia de Santo Domingo

Capilla del Rosario in der
Iglesia de Santo Domingo
Iglesia de Santo Domingo

Hünchen mit mole poblano
Zum Mittag gab es bei uns die Spezialität der Region "mole poblano", eine auf Schokoladenbasis hergestellte Soße, die mit etwa 20 Gewürzen abgerundet wird. Am Anfang denkt man zwar nicht unbedingt, daß einem das schmecken kann, aber eigentlich war es ganz lecker. Da darf eben das Auge mal nicht mitessen.
Dann ging es auch schon wieder weiter und gegen 18 Uhr erreichten wir die
schwimmenden Gärten von Xochimilco, einem Vorort von Mexico-City. Der Name des Ortes
kommt aus der nahuatl (aztekischen) Sprache. Er setzt sich aus "xochi(tl)"
für Blume, "mil(li)" für Feld und dem Ortszusatz -co ab. Übersetzt bedeutet
er also soviel wie „Der Ort des Blumenfeldes“. Hier bekommt man eine kleinen Eindruck, wie
das Stadtbild zur Zeit der Azteken ausgesehen haben muß.
Vor etwa 500 Jahren brauchten die Bauern neue Anbauflächen und bauten sich Flöße, welche sie mit Erde bedeckten. Auf diesen Flößen wurde dann Gemüse gezogen. Über die Jahre trieben die Wurzeln der Pflanzen in die Erde und die heutigen chinampas (kleine Gärten) enstanden, welche von Kanälen durchzogen sind. Auf den Kanälen fahren heute blumengeschmückte Barken, die vor allem am Wochenende von mexikanischen Familien gemietet werden, um einen schönen Tag abseits des Stadtlärms von Mexico-City zu verbringen.
Wir haben natürlich auch eine eineinhalb Stunden dauernde Fahrt über die Kanäle gemacht.
Vor etwa 500 Jahren brauchten die Bauern neue Anbauflächen und bauten sich Flöße, welche sie mit Erde bedeckten. Auf diesen Flößen wurde dann Gemüse gezogen. Über die Jahre trieben die Wurzeln der Pflanzen in die Erde und die heutigen chinampas (kleine Gärten) enstanden, welche von Kanälen durchzogen sind. Auf den Kanälen fahren heute blumengeschmückte Barken, die vor allem am Wochenende von mexikanischen Familien gemietet werden, um einen schönen Tag abseits des Stadtlärms von Mexico-City zu verbringen.
Wir haben natürlich auch eine eineinhalb Stunden dauernde Fahrt über die Kanäle gemacht.

Auf unserer Barke für die kleine Rundfahrt

Jede Barke ein kleines Kunstwerk

Zu Kaufen gab es auf den Kanälen auch fast alles

Und ein echter Blitzer darf auch nicht fehlen
für die Erinnerungsfotos
für die Erinnerungsfotos

Immer wieder kommen Kapellen
vorbei, die bei ausreichender
Bezahlung am Boot festmachen
und spielen
vorbei, die bei ausreichender
Bezahlung am Boot festmachen
und spielen

Es soll etwa 2000 Barken in den Kanälen geben
Gegen 20.30 Uhr haben wir unser Hotel in Mexico City erreicht. Wie wir auf
abendlichen Spaziergang festgestellt haben, waren wir in einem Stadtviertel
untergebracht, in dem es viele Bars und Kneipen gab. Die Kundschaft war allerdings
eher der gleichgeschlechtlichen Liebe zugeneigt, so daß die Frauen besonders
acht auf ihre Männer gaben. Nach einem üppigen Abendessen sind wir dann auch
wieder recht schnell ins Bett gegangen.
Tag 7
nach oben

Am Morgen fuhren wir in die Innenstadt vom Mexico City. Mexiko Stadt wurde auf
den Grundmauern der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán errichtet. Um 1345 hat
sich hier das Nomadenvolk der Azteken, die sich selbst mexica nannten, niedergelassen
und ihre Hauptstadt gegründet. 1519 kam Hernán Cortéz mit seinen Soldaten nach
Tenochtitlán. Heute hat La Ciudad de México, wie die Stadt auch genannt wird,
über 25 Millionen Einwohner und mit mehr als 2600m² die größte Stadtausdehnung
der Welt. Jährlich kommen etwa 700.000 Einwohner neu hinzu. Die Smoggefahr
ist aufgrund der Höhenlage von 2240m ein großes Problem. Denn
ca. 3,5 Millionen Autos und etwa 30.000 Fabriken produzieren 12.000t giftige
Abgase täglich.
Auch hier war unser erster Anlaufpunkt der Zócalo. Auf dem Weg dorthin fuhren wir mit dem Bus unter anderem am Monumento a la Independencia vorbei. Es wurde durch den Präsidenten Porfirio Díaz zum 100. Jahrestag des Beginns des Unabhängigkeitskampfes errichtet. Auf der Säule steht eine komplett vergoldete Statue der Siegesgöttin, die jedem Mexikaner unter dem Namen "El Ŕngel" bekannt ist. Im Sockel des öffentlich zugänglichen Monuments ruhen die sterblichen Überreste der Freiheitskämpfer Hidalgo, Guerrero, Morelos und Bravo.
Die Glorieta de Christóbal Colón gedenkt mit einer großen Statue des Franzosen Cordier dem Amerika Entdecker. Zu seinen Füßen sind die Plastiken von vier geistlichen, die in der Kolonisierung eine überragende Rolle gespielt haben. Unter ihnen ist Bartolomé de las Casas.
Der Palacio de Bellas Artes (Palast der schönen Künste) wurde 1934 erbaut und ist mittlerweile 4 m in den schlammigen Untergrund gesunken. In ihm ist u.a. eine Galerie und eine Opernbühne, wobei das Ballet Folklórico, das stilisierte regionale Tänze zeigt, die meisten Besucher anzieht.
Auch hier war unser erster Anlaufpunkt der Zócalo. Auf dem Weg dorthin fuhren wir mit dem Bus unter anderem am Monumento a la Independencia vorbei. Es wurde durch den Präsidenten Porfirio Díaz zum 100. Jahrestag des Beginns des Unabhängigkeitskampfes errichtet. Auf der Säule steht eine komplett vergoldete Statue der Siegesgöttin, die jedem Mexikaner unter dem Namen "El Ŕngel" bekannt ist. Im Sockel des öffentlich zugänglichen Monuments ruhen die sterblichen Überreste der Freiheitskämpfer Hidalgo, Guerrero, Morelos und Bravo.
Die Glorieta de Christóbal Colón gedenkt mit einer großen Statue des Franzosen Cordier dem Amerika Entdecker. Zu seinen Füßen sind die Plastiken von vier geistlichen, die in der Kolonisierung eine überragende Rolle gespielt haben. Unter ihnen ist Bartolomé de las Casas.
Der Palacio de Bellas Artes (Palast der schönen Künste) wurde 1934 erbaut und ist mittlerweile 4 m in den schlammigen Untergrund gesunken. In ihm ist u.a. eine Galerie und eine Opernbühne, wobei das Ballet Folklórico, das stilisierte regionale Tänze zeigt, die meisten Besucher anzieht.

Monumento a la Independencia

Glorieta de Christóbal Colón

Palacio de Bellas Artes
Palast der schönen Künste
Palast der schönen Künste
Der Zócalo von Mexico City, offiziell Plaza de la Constitución bezeichnet,
misst 240mx240m und ist somit der größte Stadtplatz des amerikanischen
Kontinents. Die beiden dominanten Gebäude sind die Catedral Metropolitana
und der Palacio Nacional (Nationalpalast), welcher aus dem alten Gestein
von Tenochtitlán erbaut wurde. Dieser war auch gleich unser erster
Anlaufpunkt. Nachdem wir die üblichen Sicherheitskontrollen am Eingang
passiert hatten, wobei die mein Taschenmesser nicht gefunden haben und
auch die Metalldedektoren nicht aufheulten, standen wir im ersten
Innenhof des Amtssitzes des Präsidenten von Mexiko. Der Palacio Nacional
enstand bereits 1523 als eines der ersten Gebäude und wurde auf den
Ruinen des Palastes Moctezumas II. erbaut. Im Palast kann man die
weltberühmten Murales (Wandgemälde) von Diego Rivera, eines bedeutenden
mexikanischen Malers (geb. 8.12.1886, gest. 24.11.1957 in Mexiko-Stadt),
ansehen. Der Maler stellte von 1926-1945 entlang der Haupttreppe die
Geschichte Mexikos dar, wobei er die kulturellen Leistungen der Ureinwohner
besonders betonte.

Zócalo von Mexico City

Innenhof im Palacio Nacional

Das große Wandgemälde von Diego Rivera
entlang der Haupttreppe
entlang der Haupttreppe
Nach dem Palcio National waren wir an den Überresten des Templo Mayor
(großer Tempel) der Azteken. Während der Eroberung durch die Spanier
wurden alle Gebäude der Azteken dem Erdboden gleich gemacht und die
Steine wurden zum Aufbau der neuen Stadt benutzt. Der Templo Mayor,
welcher einst ein Doppeltempel auf einer Pyramide gewesen ist, wurde
zerstört und es blieb nur ein massiver Erdwall übrig, der allerdings
im Laufe der Jahre im schlammigen Untergrund versank. 1978 stieß eine
Gruppe von Arbeitern bei Kanalarbeiten auf einen rießigen steinernen
Altar. Bei den anschließenden Grabungen wurde festgestellt, daß die
Spanier nur die jüngste Bauphase der Azteken zerstört hatten und sich
darunter die alten Pyramiden und Tempel befanden, welche nur überbaut worden
sind. Die Funde sind im Museo del Templo Mayor ausgestellt.
Nach dem Templo Mayor waren wir in der Catedral Metropolitana, welche 1573 begonnen wurde zu bauen. Vollendet wurde sie allerdings erst 300 Jahre später. Auch an der Kathedrale gab es Probleme mit dem sich absenkenden Boden, so daß sie sich zwischenzeitlich um fast 2,50m gesenkt hatte. Jedoch konnte mit aufwendigen Sicherungsmaßnahmen der Einsturz verhindert werden.
Nach dem Templo Mayor waren wir in der Catedral Metropolitana, welche 1573 begonnen wurde zu bauen. Vollendet wurde sie allerdings erst 300 Jahre später. Auch an der Kathedrale gab es Probleme mit dem sich absenkenden Boden, so daß sie sich zwischenzeitlich um fast 2,50m gesenkt hatte. Jedoch konnte mit aufwendigen Sicherungsmaßnahmen der Einsturz verhindert werden.

Zócalo mit der Kathedrale

Die Catedral Metropolitana, eine der
gößten und ältesten Sakralbauten des Kontinents
gößten und ältesten Sakralbauten des Kontinents

Im Inneren der Catedral
Metropolitana
Metropolitana
Nächstes Ziel war der Vorort von Mexiko-Stadt, Villa de Guadalupe, welcher
mit jährlich 20 Millionen Pilgern die derzeit weltgrößte Wallfahrt
und eines der bedeutendsten Marienheiligtümer der Welt
beheimatet. Der überlieferung nach ist am 12. Dezember 1531 dem Indio Juan Diego
die Gottesmutter Maria auf dem Berg Tepeyac erschienen. Als der Indio
im Anschluß beim Bischof war, erschien auf seinem Gewand auf ungeklärliche
Weise ein Bild der Mutter Gottes. Das Gewand ist heute in der neuen 1974
geweihten Basilika, welche bis zu 40.000 Besuchern Platz bietet, zu sehen.
Die alte Basilika wird momentan restauriert, da auch bei ihr sich der
Untergrund zu stark abgesenkt hat.

Das Gewand von Juan Diego
vom unteren Durchgang
vom unteren Durchgang

Das Gewand von Juan Diego kann man unterhalb unter-
laufen, aber genauso ist es im Gotteshaus integriert
laufen, aber genauso ist es im Gotteshaus integriert

Die alte Basílica de Nuestra Señora de Guadalupe

Hier sieht im Torbogen die Neigung des Gebäudes

Die neue Basilika, auf der Empore
hielt der Papst einen Gottesdienst
vor zehntausenden Pilgern
hielt der Papst einen Gottesdienst
vor zehntausenden Pilgern

Das Papamobil des Papstbesuches
Nach der Pilgerstätte fuhren wir in eine kleine Fabrik in der aus Obsidian
Kunstgegenstände hergestellt wurden. Vor Ort hat uns der Chef
erklärt, was man alles aus der blauen Agave (Agave tequilana Weber, azul,
Agavaceae) machen kann. Aber wir haben uns eigentlich nur Tequila gemerkt.
Außerdem hat er die verschiedenen Arten von Obsidian gezeigt.
Im Anschluß hatten wir natürlich jede Menge Zeit in dem anliegenden Laden ausführlich zu shoppen. Uns waren aber die Sachen echt zu teuer, was sich später als Vorteil herausstellen sollte. Kerstin hatte sich eine kleine Figur ausgesucht, die sie gern haben wollte. Leider hat der Händler sich nur auf 45 Dollar herunterhandeln lassen, was uns noch immer zu viel war. Die gleiche Figur hat Kerstin aber am späteren Nachmittag bei einem anderen Händler für 10 Dollar und ein paar Flüchen beim Handeln gekauft.
Im Anschluß hatten wir natürlich jede Menge Zeit in dem anliegenden Laden ausführlich zu shoppen. Uns waren aber die Sachen echt zu teuer, was sich später als Vorteil herausstellen sollte. Kerstin hatte sich eine kleine Figur ausgesucht, die sie gern haben wollte. Leider hat der Händler sich nur auf 45 Dollar herunterhandeln lassen, was uns noch immer zu viel war. Die gleiche Figur hat Kerstin aber am späteren Nachmittag bei einem anderen Händler für 10 Dollar und ein paar Flüchen beim Handeln gekauft.

Eine Maske die aus Obsidian
hergestellt ist
hergestellt ist

Die Arbeiter an den Maschinen

Die blaue Agave
Um die Ecke der Fabrik lag die Stadt
Teotihuacán, welches in Náhuatl (der Sprache der Azteken) "
der Ort, an dem man zum Gott wird" bedeutet. Die Azteken, die
den Ort unbewohnt und verfallen vorgefunden hatten, versammelten sich
hier, um gemäß ihrer Mythologie nach dem Tod der vierten Sonne die Ära
der fünften Sonne zu erschaffen. Denn nach dem Untergang von Teotihuacán
und dem Tod der hier wohnenden Menschen, waren die Götter verzweifelt, weil
niemand sie mehr ehren konnte. Die beiden Gottheiten Nanauatzin und
Tecciztecatl stürzten sich daraufhin aus dem finsteren Universum herab
in einen brennenden Scheiterhaufen, um anschließend nach ihrer Selbstopferung
als Sonne und Mond wieder zu erscheinen. Der Aztekenherrscher Moctezuma II.
pilgerte jedes Jahr nach Teotihuacán, wo er einen Tempel neben der
Sonnenpyramide errichten ließ.
Nach heutigen Erkenntnissen wurde Teotihuacán um 150 v.Chr. gegründet und bereits 100 v.Chr. lebten hier etwa 10.000 Menschen. Das Wachtum der Stadt beruht vor allem auf dem Monopol in der Verarbeitung von Obsidian, einem Lavagestein. Bereits im ersten Jahrhundert n.Chr. hatte die Stadt ca. 30.000 Einwohner und eine Ausdehnung von 22km² erreicht. Den Höhepunkt hatte die Stadt mit ca. 200.000 Einwohnern um 700 n.Chr., bevor sie 750 n.Chr. von ihren Einwohnern verlassen wurde. Die Gründe hierfür sind nicht genau bekannt, aber es gibt mehrere Theorien.
Wir haben die Stadt am Tor 1 betreten und sind die Calzada de los Muertos (Straße der Toten), die bis zu 45m breite Hauptstraße, bis zum Tor 3 gelaufen. Einst wurde die Straße Miccaotli genannt. Doch die Spanier gaben ihr diesen Namen, da sie dort die Gräber der toten Teotihuacaños vermuteten. Da die Straße 27m ansteigt scheint die kleinere Mondpyramide gegenüber der Sonnenpyramide das dominierende Gebäude zu sein.
Wir haben die Sonnenpyramide bestiegen, die mit 63m Höhe und einer Seitenlänge von 213m zu den monumentalsten Bauwerken des präkolumbianischen Amerika gehört. Wir haben auf dem Weg nach oben 245 Stufen gezählt. Von oben hat man einen fantastischen Ausblick über die Stadt und das umliegende Land.
Nach heutigen Erkenntnissen wurde Teotihuacán um 150 v.Chr. gegründet und bereits 100 v.Chr. lebten hier etwa 10.000 Menschen. Das Wachtum der Stadt beruht vor allem auf dem Monopol in der Verarbeitung von Obsidian, einem Lavagestein. Bereits im ersten Jahrhundert n.Chr. hatte die Stadt ca. 30.000 Einwohner und eine Ausdehnung von 22km² erreicht. Den Höhepunkt hatte die Stadt mit ca. 200.000 Einwohnern um 700 n.Chr., bevor sie 750 n.Chr. von ihren Einwohnern verlassen wurde. Die Gründe hierfür sind nicht genau bekannt, aber es gibt mehrere Theorien.
Wir haben die Stadt am Tor 1 betreten und sind die Calzada de los Muertos (Straße der Toten), die bis zu 45m breite Hauptstraße, bis zum Tor 3 gelaufen. Einst wurde die Straße Miccaotli genannt. Doch die Spanier gaben ihr diesen Namen, da sie dort die Gräber der toten Teotihuacaños vermuteten. Da die Straße 27m ansteigt scheint die kleinere Mondpyramide gegenüber der Sonnenpyramide das dominierende Gebäude zu sein.
Wir haben die Sonnenpyramide bestiegen, die mit 63m Höhe und einer Seitenlänge von 213m zu den monumentalsten Bauwerken des präkolumbianischen Amerika gehört. Wir haben auf dem Weg nach oben 245 Stufen gezählt. Von oben hat man einen fantastischen Ausblick über die Stadt und das umliegende Land.

Die Straße der Toten mit der Sonnenpyramide
rechts und der Mondpyramide hinten
rechts und der Mondpyramide hinten

Der Regengott Chac und der Schlangenkopf

Originale Farbe aus präkolumbianischer Zeit

Die Sonnenpyramide kurz vor unserer Erstbesteigung
und kein Schatten in Sicht....
und kein Schatten in Sicht....

Irgendwie sind die Treppen hier steiler

Auf der Sonnenpyramide
Tag 8
nach oben

Unseren letzten Tag der Rundreise verbachten wir im Museo Nacional
de Antropología, welches 1964 eröffnet worden ist. Dabei ist jedem Kulturkreis
im Museum ein eigener Saal gewidmet und wir konnte unsere Reise noch einmal
Revue passieren lassen. Aber darauf werden wir hier nicht genauer eingehen.

Eingang zum Museo Nacional de Antropología

Der Regengott Chac und der Schlangenkopf

Ein nachgebauter Tempel
Nach ein paar Stunden im Museum ging es dann auf direktem Wege zum
Flughafen von Mexiko-Stadt. Dort hatten wir dann einen ausführlicheren
Aufenthalt, da unser Flug nach Cancun Verspätung hatte. Gegen 20 Uhr hoben
wir dann doch ab und waren 21:45 Uhr in Cancun. Nachdem wir auch noch
die Strecke zum Hotel hinter uns gebracht hatten, checkten wir um 00:00
Uhr im Grand Palladium Colonial ein. Da wir das Flitterwochenspezial gebucht hatten, bekamen
wir eine Juniorsuite. Die nächsten Tage verbrachten wir damit, daß wir uns
am Strand von den Strapazen der Rundreise erholten und indem wir versuchten
alle Restaurant und alle der über 30 Bars zu testen.

Das Tor zur Hotelanlage

Die Empfangshalle von unserem Hotelteil

Die Empfangshalle mit der Rezeption

Unsere Juniorsuite

Das Haus in dem unsere Suite war

Neben zwei Zügen konnte man sich noch
mit dem Boot durch die Anlage fahren lassen
mit dem Boot durch die Anlage fahren lassen

Ein normaler Tag am Strand

Im Wasser und im Sand

Erstversorgung durch den Rettungsschwimmer,
nachdem Daniel in ein Metallteil getreten war
nachdem Daniel in ein Metallteil getreten war

Ansonsten gab es Tequila...

...,Zigarren und...

...Cocktails
Ganz haben wir es dann doch nicht geschafft nur auf der faulen Haut zu
liegen und sind noch einen Tag auf die benachbarte Insel Cozumel gefahren.
Hier haben wir an einem Schnorchelausflug teilgenommen. Das war echt
beeindruckend! Wir haben Schildkröten, Barrakudas, eine Gruppe Delfine
und jede Menge andere Meeresbewohner gesehen. Ein Schnorchelausflug ist
hier echt ein Muß und das sollte jeder, der hier mal ist, gemacht haben.
Leider konnte wir davon keine Bilder machen, da unsere Kamera nicht wasserdicht
ist.

Auf zur Fähre nach Cozumel

Selbst auf der Fähre gab es Livemusik

Auf dem Tauchboot
Die Woche im Hotel haben wir genossen und dazu genutzt unsere blasse
Haut zu bräunen, sonst hätte uns niemand geglaubt, daß wir 16 Tage
in Mexiko waren. Uns hat es im Hotel so gut gefallen, daß wir ruhig
noch ein paar Tage hätten bleiben können. Unserer Meinung nach
kann man diese Hotelanlage nur wärmstens empfehlen.
Am 12. Juli ging unser Flieger abends zurück nach Deutschland, so daß wir am Freitag den 13. wohlbehalten wieder zu Hause ankamen.
Soweit nun genug von unserer Hochzeitsreise nach Mexiko. Wer mehr Bilder sehen möchte, wird in der Galerie fündig.
Am 12. Juli ging unser Flieger abends zurück nach Deutschland, so daß wir am Freitag den 13. wohlbehalten wieder zu Hause ankamen.
Soweit nun genug von unserer Hochzeitsreise nach Mexiko. Wer mehr Bilder sehen möchte, wird in der Galerie fündig.